Gemeinsam. Stärker.

Das Rosenheimer Modell zur Berechnung des Unterhalts nach der Trennung.

Beide betreuen, beide bezahlen - das neue Leitmodell im Familienrecht

Im deutschen Familienrecht gilt bisher nach der Trennung der Eltern das Prinzip „einer betreut, einer bezahlt“. Dieses Betreuungsmodell stammt aus der Mitte des letzten Jahrhunderts und hat seinerzeit nach der Scheidung der Fortsetzung der damals üblichen „Hausfrauenehe“ entsprochen.

In der Zwischenzeit hat jedoch ein fundamentaler Gesellschaftswandel stattgefunden. Die erwerbstätige Mutter und der betreuende Vater sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das Prinzip „beide betreuen, beide bezahlen“ („Shared Parenting“) hat gesellschaftlich das alte Familienmodell abgelöst. Eine möglichst paritätische Aufteilung der Betreuung und der Erwerbstätigkeit werden heute gesellschaftlich gefordert und staatlich gefördert. Es ist das gewünschte Familienmodell moderner Familien.

Bei der Trennung und der Scheidung werden diese modernen Familien jedoch wieder in ein für sie realitätsfernes Familienmodell gepresst. Familiengerichte bestimmen unverändert im Regelfall einen betreuenden und einen zahlenden Elternteil. Dies entspricht nicht der Fortsetzung ihres bisherigen Lebensentwurfs sondern einer „Rolle Rückwärts“ in ein für sie veraltetes Familienbild. In diesem für sie unpassenden Modell gibt es dann auch - wenig überraschend - regelmäßig Verlierer und Gewinner, viel Leid und oft hohe Kosten. Und allzuoft stehen die Kinder mit auf der Verliererseite.

Das heutige deutsche Recht wird den Bedürfnissen dieser moderner Trennungsfamilien nicht mehr gerecht. Hier besteht beim Gesetzgeber akuter Handlungsbedarf, neue Lösungen zu entwickeln. (Siehe auch Deutscher Familiengerichtstag 2015 und Enquetekommission Nordrhein-Westfalen, 2017 )

Das Rosenheimer Modell füllt diese Lücke. Konsequent setzt es die Maxime beide betreuen, beide bezahlen in einem praktikablen Modell um. Beide  Eltern werden auch nach der Trennung im gleichen Maße be- und entlastet. Damit stehen dem Kind beide Eltern als gleichwertige Elternteile mit all ihren Ressourcen zur Verfügung. Und sie verbringen beide möglichst viel Alltagsnähe mit ihrem Kind, was die beste Voraussetzung für eine dauerhafte und tragfähige Beziehung des gemeinsamen Kindes zu beiden Eltern darstellt.

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